INFO: Das 1964 gegründete Franz-Stock-Komitee setzt sich
dafür ein, das friedens- und
versöhnungsstiftende Wirken des Abbé Franz Stock bekannt zu machen. Das Jubiläum wird am kommenden Wochenende besonders gefeiert.
Gottesdienst: Samstag, 20.
September, 17.00 Uhr: Feierlicher
Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Johannes Baptist Neheim, Neheimer
Markt, 59755 Arnsberg, Hauptzelebrant
Weihbischof Matthias König. 18.30 Uhr: Festakt im Kaiserhaus (Mitglieder des Komitees sowie weitere Gäste
haben hierzu eine persönliche Einladung erhalten). Festredner ist Prof. Dr. Rüdiger Althaus.
Konzert: Sonntag, 21.
September (110. Geburtstag von
Franz Stock), 17.00 Uhr: Konzert
mit Werken für Orgel und Cello in St. Johannes-Baptist, Neheim. Es
konzertieren die Titularorganistin der Kathedrale in Le Mans, Marie-José Chasseguet und der Cellist Jacob Shaw mit Werken von Alexandre
Benéteau u.a. – freier Eintritt, um Spende wird gebeten.
Ausstellungen: Das Komitee und die Sparkasse
Arnsberg-Sundern haben für die Schülerinnen
und Schüler des Franz-Stock-Gymnasiums Arnsberg einen Preis ausgelobt.
Ziel des Wettbewerbes war, sich mit dem Namensgeber der Schule künstlerisch
auseinander zu setzen. Die vielen eingegangenen Wettbewerbsbeiträge werden
vom 20. September an in den Räumen der Sparkasse Arnsberg-Sundern, Hauptstr. 10-12, Neheim, während der
Öffnungszeiten (Mo-Fr.: 09.00-18.00 Uhr und Sa.: 09.00-13.00 Uhr) ausgestellt. Die Wanderausstellung „Franz Stock – Frieden als
Auftrag“ ist vom 2. September – 12. Oktober im Heinrich-Lübke-Haus der Katholischen
Arbeitnehmer-Bewegung (KAB), Zur Hude 9, 59519 Möhnesee-Günne zu sehen. Aussteller ist das Heinrich-Lübke-Haus in
Verbindung mit der Pfarrei zum guten Hirten Möhnesee.
Vorträge: Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Spuren
der Kriege – Erinnerungen und neue Hoffnungen. 1914-1939 – 1989-2014“ wird zu
einem Vortrag „Franz Stock und der Weg
nach Europa“ eingeladen: Mittwoch,
17. Sept. 2014, 19.30-21.00 Uhr,
VHS Sundern, Franz-Josef-Tigges-Platz, 59846 Sundern, Anmeldung bei der
VHS Arnsberg/Sundern, Tel. 02933 4070, Teilnahmebeitrag: 5,- EUR (für das
Komitee), Referent: Thomas Bertram. Die Deutsch-Französische
Gesellschaft Paderborn lädt am Dienstag,
7. Oktober 2014, 19.30 Uhr zu einem Vortrag „Abbe Franz Stock – Brückenbauer zwischen Deutschland und
Frankreich“ ein. Dazu spricht im Kolping Forum Paderborn Rüdiger
Althaus.
Kontakt: Franz-Stock-Komitee für Deutschland
e.V.
Rathausplatz 1, 59759 Arnsberg, Tel. 02932 9318804 oder
Hauptstr. 11,
59755 Arnsberg, Tel. 02932 22050, E-Mail:
info@franz-stock.de,
Internet: www.franz-stock.org , Facebook und Twitter:
# www.facebook.com/franzstock.org
und
# www.twitter.com/franzstockorg .
Weitere Franz-Stock-Vereinigungen haben ihren Sitz in Paris und Chartres.
Franz Stock, am 21. September 1904 in Neheim als
erstes von neun Kindern einer Arbeiterfamilie geboren, schloss sich in seiner
Schulzeit dem Bund Neudeutschland und später der Quickbornbewegung an. 1926 nahm
er das Studium der Theologie in Paderborn auf. Ostern 1928 ging er für drei
Semester nach Paris und studierte am Institut Catholique – als erster deutscher
Theologiestudent in Frankreich seit dem Mittelalter. Am 12. März 1932 wurde
Franz Stock durch den Paderborner Erzbischof Dr. Caspar Klein zum Priester
geweiht.
1934 trat Franz
Stock in Paris seine Stelle als Rektor der deutschen Gemeinde an – bald kam die
Hilfe für politische Flüchtlinge aus Deutschland, Österreich und der
Tschechoslowakei hinzu. Kurz vor Ausbruch des Krieges musste er Paris verlassen,
übernahm Vertreterstellen in Dortmund-Bodelschwingh und dann in der Nähe von
Magdeburg. 1940 erneut zum Seelsorger der Deutschen in Paris ernannt, begann er
mit seiner Tätigkeit in den Pariser Wehrmachtsgefängnissen Fresnes, La Santé
und Cherche Midi, wo er die Häftlinge in den Gefängnissen betreute und über
2.000 Erschießungen beiwohnen musste. Die Franzosen gaben Franz Stock die
Bezeichnung „L’Aumônier de l’enfer“ („Der Seelsorger der Hölle“) und „L’Archange
en enfer“ („Der Erzengel in der Hölle“).
1945 nahm Stock
eine neue Aufgabe an: die Gründung eines Priesterseminars im Gefangenenlager
Dépôt 501 bei Chartres, das er bis 1947 als Regens leitete. Es ging unter der Bezeichnung „Stacheldrahtseminar“ in die Geschichte ein. Insgesamt 949
Dozenten, Priester, Brüder und Seminaristen aus Deutschland und Österreich
waren im Verlauf der zwei Jahre dort. Am 24. Februar 1948 starb Abbé Franz
Stock plötzlich, noch keine 44 Jahre alt, in Paris. Nuntius Roncalli, der
spätere Papst Johannes XXIII., nahm die Einsegnung des Toten vor und sagte
dabei: „Abbé Franz Stock – das ist kein Name – das ist ein Programm!“ Das im November 2009 von Erzbischof Hans-Josef Becker eröffnete
Seligsprechungsverfahren ist auf Bistumsebene abgeschlossen. Im Februar 2014
nahm die Vatikanische Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse
das Verfahren in Rom auf.
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