INFO: Robert Francis Prevost (69) wurde am 8. Mai 2025 zum Oberhaupt der rund 1,4 Milliarden Katholiken weltweit gewählt. Der langjährige Leiter des Augustinerordens ist der erste gebürtige US-Amerikaner im Papstamt, zusätzlich hat er die peruanische Staatsbürgerschaft. Unter seinem Vorgänger Franziskus leitete er die Vatikanbehörde für Bischöfe. Als Papst Leo XIV. wurde er am 18. Mai mit einem feierlichen Gottesdienst auf dem Petersplatz offiziell in sein Amt eingeführt und markierte mit seinem Wunsch nach Frieden einen ersten großen Topos seiner Amtszeit.
Seit seiner Papstwahl im Mai 2025 wird Leo XIV. nicht müde, ein Ende der Kriege und der „fortwährenden Verletzungen des Völkerrechts“ zu fordern. Einen weiteren Akzent setzte er mit dem am 20. November 2025 veröffentlichten Dokument „In unitate fidei“ (In der Einheit des Glaubens), mit dem er zum 1700. Jubiläum des Konzils von Nizäa an die Einheit der Kirchen erinnerte und zu Dialog ermutigte.
Bereits im August 2025 wurde Papst Leo XIV. in den USA in einer vom Gallup-Institut erhobenen Umfrage mit großem Abstand zur beliebtesten prominenten Persönlichkeit gewählt. Zum Ende des Jahres 2025 legte er im großen Ranking der weltanschaulichen Institutionen kräftig zu und galt als einer der überraschenden Gewinner des Jahres gelten: Auch in Deutschland stieg das Ansehen des Papstamtes deutlich, wie ein von Forsa seit fast zwei Jahrzehnten für den stern, RTL und ntv ermitteltes Ranking des Vertrauens zu Institutionen bescheinigte, das am 23.12.2025 veröffentlicht wurde. 28 Prozent der Deutschen hatten danach großes Vertrauen in das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche – zwölf Prozent mehr als vor einem Jahr.
Besondere Aufmerksamkeit erfuhr er bei seiner am 13. April begonnenen zehntägigen Reise nach Afrika. Während seines Pastoralbesuchs in Algerien, Kamerun, Angola und Äquatorialguinea setzte er sich für die Förderung von Frieden, Umweltschutz, sozialer Gerechtigkeit, den Dialog mit dem Islam und für die Stärkung der Christen in Afrika ein. Bereits bei einem Friedensgebet im Petersdom am Karfreitag geißelte der bislang eher zurückhaltend agierende Papst sehr deutlich eine Kriegsrhetorik, die sich zunehmend religiöser Begriffe bedient. Die Drohung von US-Präsident Donald Trump, den Iran samt Zivilbevölkerung auszulöschen, wies er als „nicht akzeptabel“ zurück. „Schluss mit der Selbstvergötterung und mit der Vergötzung des Geldes!“, so der Papst in seiner rund 13-minütigen Rede, die er teils mit sichtlicher Bewegung vortrug. „Schluss mit der Zurschaustellung von Macht! Schluss mit dem Krieg! … Möge der Wahnsinn des Krieges ein Ende haben“.“ Seinem Aufruf zum Friedensgebet hatten sich weltweit viele Kirchen und Organisationen angeschlossen, darunter auch in Deutschland.
Papstreisen 2025/26
Die absolvierten und aktuell bestätigten Reisen von Papst Leo seit seinem Amtsantritt bis zum Sommer 2026:
- 27.–30. November 2025 (Türkei) und 30. November – 2. Dezember (Libanon): Apostolische Reise in die Türkei anlässlich der Feiern zu 1700. Jahren ökumenisches Konzil von Nizäa in İznik sowie im Anschluss in den Libanon, Programm: PDF-Datei herunterladen
- 28. März 2026 (Monaco): Apostolische Reise ins Fürstentum Monaco, Programm: PDF-Datei herunterladen
- 13.–21. April 2026 (Afrika): Apostolische Reise nach Algerien (13. April 2026), Kamerun (15. bis 18. April 2026), Angola (18. bis 21. April 2026) und Äquatorialguinea (21. bis 23. April 2026). Programm: PDF-Datei herunterladen
- 08. Mai 2026: Pastoralbesuch in Pompeji und Neapel, Programm
- 14. Mai 2026: Pastoralbesuch an der römischen Universität „La Sapienza“
- 23. Mai 2026: Pastoralbesuchs des Heiligen Vaters in Acerra und Begegnung mit den Gläubigen der „Terre dei Fuochi“ , Programm
- 06.–12. Juni 2026: Apostolische Reise nach Spanien, mehr
- 20. Juni 2026: Pastoralbesuch in Pavia und Sant’Angelo Lodigiano, Programm
- 04. Juli 2026: Pastoralbesuch auf Lampedusa, Programm
- 06. August 2026: Pastoralbesuch zur 800-Jahr-Feier des Heimgangs des heiligen Franziskus in Assisi, mehr
- 22. August 2026: Pastoralbesuch in Rimini zum 47. Meeting für die Freundschaft unter den Völkern, mehr
- Ein Jahr Papst Leo XIV.

