Pressemitteilung

Gottesdienst & Segen zum Ruhestand

  • 07.06.2026
  • Manfred Rütten


Zu den bekanntesten Angeboten dieser Art zählen zum Beispiel die Konfirmationsgottesdienste, die in der evangelischen Kirche meist zwischen Ostern und Pfingsten gefeiert werden. Zeitlich unabhängig sind dagegen zahlreiche Formen von Jubiläumsgottesdiensten, etwa zur Silbernen oder Goldenen Hochzeit sowie zur Silbernen oder Goldenen Konfirmation.

Vergleichsweise ungewöhnlich ist ein Gottesdienst, den die evangelische Kirche in Köln vor etwa 20 Jahren entwickelt hat: Der Gottesdienst für Getrennte und Geschiedene . Er bietet Betroffenen einen Raum für Trauer und Wut, aber auch für Dankbarkeit und neue Hoffnung. Zum Abschluss gibt es hier einen persönlichen Segen für den weiteren Lebensweg.

Für Eltern, deren Kind vor, während oder kurz nach der Geburt verstorben sind, bieten Kirchen sogenannte „Gottesdienste für Sternenkinder“ an. Damit soll ein Ort geschaffen werden, an dem Trauer und Erinnerung ihren Platz finden dürfen. Die Gottesdienste richten sich auch an Eltern, deren Verlust schon Jahre zurückliegt.

Ganz individuelle Segenshandlungen an den Wendepunkten des Lebens bieten auch sogenannte Kasualagenturen wie zum Beispiel das Segensbüro „Hätzjeföhl“ in Köln . Pfarrerin Inga Waschke, Pfarrer Sebastian Baer-Henney und drei weitere Mitarbeiter bilden das personelle Herzstück dieses neuen Büros. Das Team möchte sich abseits der gewohnten Pfade bewegen und nicht nur neue Formen von Taufe, Trauung oder Beerdigung anbieten. Es gebe schließlich noch viel mehr Wendepunkte oder wichtige Ereignisse im Leben, sagt Inga Waschke: „Wir denken darüber nach, Segnungen anlässlich des Coming-out anzubieten, zum Jobwechsel oder nach einer Trennung. Wenn das Leben einen Umbruch erfährt, ist es gut und wichtig, diese Zeit unter den Segen Gottes zu stellen.“ Informationen und Eindrücke von der Arbeit des Segensbüros gibt es auch bei Instagram unter https://www.instagram.com/haetzjefoehl/

In verschiedenen evangelischen Landeskirchen werden zunehmend auch Gottesdienste für einen weiteren Einschnitt ins Leben angeboten: den Eintritt in den Ruhestand. Den feiert zum Beispiel auch die evangelische Kirchengemeinde Rendsburg und schreibt dazu auf ihrer Internetseite: „Wenn der Wecker nicht mehr klingelt, ändert sich das Leben noch einmal von Grund auf. Einige freuen sich auf die Rente / den Ruhestand, andere schauen mit gemischten Gefühlen auf diesen neuen Lebensabschnitt. Zum Übergang in die Rente oder den Ruhestand gehören Abschied und Aufbruch, neue Freiräume und Leerlauf, Unsicherheit und neue Aussichten, Dankbarkeit und Wehmut – ganz unterschiedliche Gedanken und Gefühle. Sie alle haben Platz in diesem Gottesdienst, in dem Sie Rückblick und Ausschau, sowie Segen und Musik erwarten.“

Hilfreiche Ideen und Anleitungen für einen „Ruhestandsgottesdienst“ bietet die Broschüre „Wenn der Wecker nicht mehr klingelt“, der hier bestellt werden kann .

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Dies ist ein Beitrag der evangelischen Redaktion PEP für das Kirchenmagazin "Himmel & Erde" in den NRW-Lokalradios. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an: Dipl-Journalist Manfred Rütten Ev. Rundfunkreferat NRW / Kirche im Privatfunk Tel.: 0211 - 41558115 Mail: ruetten@rundfunkreferat-nrw.de
Gesegnet in die Rente
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