INFO: Unter dem Motto „Ansgar 2026 – Vom Mut, Grenzen zu überwinden.“ feiern das Erzbistum Hamburg und die Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) in diesem Jahr gemeinsam das Jubiläum zu Ehren des Missionars Ansgar von Hamburg und Bremen. Anlass ist der 1200. Jahrestag der ersten Missionsreise des späteren Heiligen nach Norden im Jahr 2026, die er gemeinsam mit dem getauften dänischen König Harald Klak durchführte. Auch die benachbarte dänische Folkekirke wird mit verschiedenen Formaten das Jubiläum begehen. Am Sonntag, 25.01.2026, beginnt die katholische Kirche in Dänemark das Ansgar-Jahr mit einem feierlichen Pontifikalamt im St. Ansgar-Dom in Kopenhagen. Dazu wird auch Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin als Gesandter des Papstes erwartet. Auch Erzbischof Stefan Heße und das Hamburger Domkapitel nehmen daran teil. Im Anschluss an das Pontifikalamt wird im Rahmen einer Feierstunde eine neue Publikation über den Heiligen Ansgar vorgestellt.
Ansgar, ein Brückenbauer: Ansgar, geboren um das Jahr 801 vermutlich im heutigen Nordfrankreich im fränkischen Corbie, war ein Benediktinermönch, Missionar und Erzbischof, der als „Apostel des Nordens“ in die Geschichte einging. Schon in jungen Jahren trat er ins Kloster Corbie ein, erhielt eine strenge religiöse Erziehung und berichtet selbst von Visionen, die sein zukünftiges Leben betreffen. Mit 21 Jahren geht er in den Osten und wird Mitgründer des neuen Reichsklosters Corvey in Westfalen, wo er die Leitung der Schule übernimmt. Wenige Jahre später wird es zur Ausgangsbasis seiner Missionsreisen, die der gerade erste begonnenen Mission im Norden neuen Schwung verleihen soll: Die erste führt ihn 826 Richtung Norden mit dem gerade in Mainz getauften dänischen König Harald Klak, der im friesischen Rüstringen ein fränkisches Lehen erhält. 829 wird Ansgar nach Birka gesandt – dort hat der schwedische König Björn um Glaubensboten gebeten. Ausgeraubt durch Piraten, wird es für ihn eine beschwerliche Reise, doch 830/831 kann dort die erste Kirche und eine kleine christliche Gemeinde errichtet werden. Als Hamburg 832 Erzbistum wird, wird Ansgar Missionsbischof und gründet in der Hammaburg eine Schule, ein Kloster und die erste Marienkirche. 845 muss er bei der Zerstörung Hamburgs durch dänische Wikinger fliehen und wird 847 Bischof von Bremen. 849 kann er eine Kirche bei Haithabu gründen, die erste Kirche in Dänemark, um 860 folgte eine weitere in Ripen. 865 stirbt Ansgar am 3. Februar in Bremen. Sein Schüler Rimbert verfasste kurz darauf die Vita Ansgarii, die wichtigste Quelle über sein Leben. Danach gab Ansgar trotz vieler Rückschläge – politischem Widerstand, Kriegszügen, religiöser Ablehnung – nie auf. Sein Wirken, das den Weg für die spätere vollständige Christianisierung des Nordens ebnete, war geprägt von Geduld, Glaubensstärke und diplomatischem Geschick. Bis heute gilt er als einer der großen Missionare Europas und wird als Heiliger und „Apostel des Nordens“ verehrt.
Für das Jubiläumsjahr wurde jetzt die neue Website www.ansgar2026.de freigeschaltet. Sie bündelt Informationen zum Jubiläumsjahr – historische Hintergründe, theologische Reflexionen, ökumenische Angebote und Hinweise auf Veranstaltungen.
Weitere Veranstaltungen:
- 31. Januar 2026, Hamburg, 18.15 Uhr Messe der Nationen: Zelebrant: Dekan Dr. Thomas Benner in Konzelebration mit den Mitbrüdern aus den muttersprachlichen Gemeinden, St. Marien-Dom, Am Mariendom 1, 20099 Hamburg, gegen 19.30 Uhr, Fest der internationalen Kulturen, Programm: kulinarische Spezialitäten, Musik, Gesang und Tanz aus verschiedenen Kulturen im Haus der Kirchlichen Dienste und im Pfarrsaal, Haus der Kirchlichen Dienste, Danziger Straße 64, 20099 Hamburg
- Februar 2026, 10.00 Uhr Pontifikalamt zur Eröffnung der Ansgarwoche: Zelebrant: Erzbischof Dr. Stefan Heße, St. Marien-Dom, Am Mariendom 1, 20099 Hamburg
- Februar 2026, 19.00 Uhr, Ökumenische Sankt-Ansgar-Vesper in der Hamburger Hauptkirche St. Petri: Zum 60. Mal feiern wir die St.-Ansgar-Vesper organisiert von der ACK Hamburg. Es ist der älteste, regelmäßig gefeierte ökumenische Gottesdienst in Hamburg. Mitwirkende: Zwei orthodoxe Chöre, zwei römisch-katholische Chöre und der Hamburger Bachchor St. Petri. Predigt: Signe von Oettingen, Dompredigerin am Dom zu Ribe/Dänemark. Anschließend Empfang und Begegnung. Beginn: 19 Uhr, Veranstalterin: Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Hamburg e.V., Geschäftsführerin: Pastorin Annette Reimers-Avenarius, Shanghaiallee 12-14, 202457 Hamburg, E-Mail: info@ack-hamburg.de, www.ack-hamburg.de , Hauptkirche St. Petri, Mönckebergstraße 5, 20095 Hamburg
- 8. Februar 2026, 18.15 Uhr Sankt-Ansgar-Vesper, Verleihung der Sankt-Ansgar-Medaillen, Offiziant: Erzbischof Dr. Stefan Heße, St. Marien-Dom, Am Mariendom 1, 20099 Hamburg
Klosterlandschaft: „finde dein Licht“ 2026:
Zwischen dem 18. Januar und dem 13. Februar lädt die Veranstaltungsreihe „finde dein Licht“ wieder dazu ein, das neue Jahr mit inspirierenden Lichtmomenten zu begrüßen und die Klosterlandschaft Westfalen-Lippe auf besondere Weise zu entdecken. Das abwechslungsreiche Programm beleuchtet die unterschiedlichsten Facetten der aktiven und ehemaligen Klosterorte und bietet Raum für neue Begegnungen. Koordiniert wird „finde dein Licht“ vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL). „Klosterorte sind weit mehr als stille Zeugen vergangener Zeiten. In Westfalen-Lippe begegnet uns eine außergewöhnlich vielfältige Klosterlandschaft – von mittelalterlichen Gemäuern mit jahrhundertealter Geschichte bis hin zu lebendigen Orten spiritueller und kultureller Begegnung“, sagt Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger. Die Klöster laden dazu ein, diese Vielfalt mit dem Thema „Licht“ im Zentrum zu genießen. Alle Veranstaltungen und ausführliche Informationen zu „finde dein Licht“ sowie die Webversion der Veranstaltungsbroschüre gibt es unter https://klosterlandschaft-westfalen-lippe.lwl.org/de/finde-dein-licht/finde-dein-licht-2026/ . Weitere Informationen: www.klosterlandschaft-westfalen.de/de/finde-dein-licht/ .
Veranstaltungen am Sonntag, 25.01.2026:
- 16:00 Uhr Lichträume – Kirche und Kapellen in Hardehausen: Während der Führung durch die Kirche und die Kapellen Hardehausens mit Impulsen zum Thema „Licht-Räume“ mit dem Geistlichen Rektor Dr. Peter Jochem erhalten die Besucher die Möglichkeit, in Ruhe und Besinnung das Licht für das eigene Leben tiefer zu ergründen. Die Anzahl der Teilnehmer:innen ist auf 30 begrenzt. Katholische Landvolkshochschule Hardehausen, Abt-Overgaer-Str. 1, 34414 Warburg, Tel. 05642 / 9853 200, E-Mail: zentrale@lvh-hardehausen.de, www.lvh-hardehausen.de ,
- 17:00 Uhr Wenn Obertöne den Raum erhellen. Ein Konzert, das Licht und Klang in einzigartiger Weise vereint: Die Gruppe Arte Sonores begeistert mit ihrer Faszination für Obertonmusik und lässt mit Ober- und Untertongesang sowie mit ihren Instrumenten eindrucksvolle Klangbilder entstehen. Hinweis: Die Anzahl der Teilnehmer:innen ist auf 300 begrenzt. Veranstaltungsort: Ehemaliges Kloster / Stift Ss. Cornelius und Cyprianus Metelen, Stiftstraße / Eingang Kirche: Kirchstraße 48629 Metelen, Tel. 02556 / 996354, www.kim-metelen.de .
- Lichtgestalten: Blick nach Ostwestfalen

