Seine Kindheit und Jugend verbrachte der gebürtige Stuttgarter in dem kleinen Örtchen Glatten im nördlichen Schwarzwald. Danach führte sein Weg über Frankfurt nach Mainz, wo er von 1990 bis 2001 als Profispieler unter Vertrag war. Im gleichen Jahr übernahm er dort das Amt des Trainers und führte Mainz 05 in der Saison 2003/2004 in die 1. Fußball-Bundesliga. 2007 musste der Verein die höchste Spielklasse wieder verlassen, und nachdem der direkte Wiederaufstieg nicht gelang, beendete Klopp 2008 seine Arbeit für die Mainzer.
Meister mit dem BVB
Im gleichen Jahr übernahm er die Mannschaft von Borussia Dortmund. Mit den Schwarz-Gelben feierte er 2011 die Deutsche Meisterschaft, ein Jahr später gelang ihm sogar das Double aus Meisterschaft und DFB-Pokalsieg. 2013 erreichte er mit Dortmund das Finale der Champions League, unterlag dort aber dem FC Bayern mit 1:2 durch ein spätes Tor von Arjen Robben in der 89. Minute.
Nach einer schwachen Hinrunde in der Saison 2014/15 kündigte Jürgen Klopp im April 2015 an, den Verein zum Ende der Saison verlassen zu wollen. Sein letztes Spiel als Trainer des BVB war das DFB-Pokalfinale am 30. Mai 2015, das die Dortmunder mit 1:3 gegen den VfL Wolfsburg verloren. Von Oktober 2015 bis Mai 2024 war Klopp Trainer beim FC Liverpool in der britischen Premier League. Mit dem Verein gewann er acht Titel, darunter 2019 die Champions League und 2020 die erste englische Meisterschaft seit 1990.
„Kloppo“ bei den „Bullen“
Ab dem 1. Januar 2025 übernahm „Kloppo“ einen Posten beim umstrittenen „Fußball-Konzern“ Red Bull. Als Head of Global Soccer war er hier bis August 2026 verantwortlich für die strategische Ausrichtung und Weiterentwicklung der Spielphilosophie sowie das Mentoring von Trainern und Management bei den Red-Bull-Standorten (u.a. Leipzig, Salzburg, New York). Nebenbei arbeitete er während der Fußball-WM 2026 als Experte und Kommentator für Magenta TV.
Nach der 3:4-Niederlage der deutschen Nationalmannschaft gegen Paraguay im Sechzehntelfinale der WM, die für das Team das Turnier-Aus bedeutete, wurde in Deutschland wieder einmal hitzig über Trainer und Mannschaft diskutiert. Nur drei Tage nach dem WM-Aus am 30. Juni 2026 trat Bundestrainer Julian Nagelsmann zurück. Schnell machte der Name Klopp als Nachfolger von Nagelsmann die Runde.
Seit 2026 Bundestrainer
Der DFB bestätigte am 3. Juli, dass man mit Blick auf die Neubesetzung das Gespräch mit Jürgen Klopp suchen werde. Dieser habe „bereits seine grundsätzliche Bereitschaft zur Übernahme des Postens signalisiert“. Am 15. August 2026 wurde Jürgen Klopp bei einer Pressekonferenz offiziell als neuer Bundestrainer vorgestellt. Sein erstes Spiel an der Seitenlinie absolvierte der gebürtige Stuttgarter am 23. September 2026 in der Nations League-Partie gegen die Niederlande in Amsterdam (Endstand 1:1). Danach folgten weitere Gruppenspielen gegen Serbien (2:0 gewonnen) sowie Griechenland (Hinspiel 0:1 verloren, Rückspiel 0:0).
2017, als die Evangelische Kirche in Deutschland „500 Jahre Reformation“ feierte, war Jürgen Klopp für sie als Reformationsbotschafter unterwegs. Kirchen, so sagt er, seien für ihn „wie ein Vereinsheim – wo man reingeht und trifft die richtigen Leute“. Und weiter: „Der Glaube führt mich durch´s Leben. Ist meine Reißleine, ist meine Leitlinie, ist für mich einfach unendlich wichtig. Ich lebe es meinem Empfinden nach nicht immer genug, hab aber das Gefühl, das das verstanden wird“.
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Dies ist ein Beitrag der evangelischen Redaktion PEP für das Kirchenmagazin "Himmel & Erde" in den NRW-Lokalradios. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an: Dipl-Journalist Manfred Rütten Ev. Rundfunkreferat NRW / Kirche im Privatfunk Tel.: 0211 - 41558115 Mail: ruetten@rundfunkreferat-nrw.de- "Der Glaube führt mich durch´s Leben"
