Pressemitteilung

Misereor Fastenaktion 2026

  • 22.02.2026


INFO: Das Bischöfliche Entwicklungshilfswerk Misereor eröffnet am Wochenende im Bistum Limburg seine Fastenaktion: Das ARD-Fernsehen überträgt am Sonntag, 22. Februar, die Eröffnungsmesse mit Bischof Dr. Georg Bätzing, Dr. Andreas Frick, Hauptgeschäftsführer von Misereor, und Gästen aus Kamerun ab 10 Uhr live aus der Pfarrkirche St. Peter und Paul in Hofheim.

Beispielland Kamerun: Unter dem Leitwort „Hier fängt Zukunft an“ rückt Misereor bei seiner diesjährigen Fastenaktion die Situation junger Menschen in Kamerun in den Blickpunkt. In der kamerunischem Hauptstadt Douala sind 70 Prozent der Einwohnerinnen und Einwohner jünger als 35 Jahre. Viele von ihnen leben unterhalb der Armutsgrenze. Es mangelt an Jobs und Ausbildungsplätzen, und vielfach bleibt jungen Menschen hier nichts anderes übrig, als in ungesicherten bzw. schlecht bezahlten Arbeitsverhältnissen tätig zu sein. Prekäre Lebensbedingungen und Perspektivlosigkeit sind die Folge. Hier setzt die von Misereor geförderte kamerunische-Partnerorganisation CODAS-Caritas Douala an. Sie unterstützt junge Menschen dabei, durch eine qualifizierte Ausbildung die Voraussetzung für ein unabhängiges und würdevolles Leben zu schaffen. Die Organisation übernimmt Teile der Ausbildungskosten, erschließt zukunftsträchtige Berufsfelder für junge Menschen und begleitet sie auf ihrem Weg in den regulären und fair bezahlten Arbeitsmarkt. Kamerun ist dabei nur eines von vielen Ländern, in denen junge Menschen große Schwierigkeiten haben, ihre eigene Zukunft zu sichern. Weltweit waren zuletzt mehr als 20 Prozent der 15- bis 24-Jährigen weder erwerbstätig, noch befanden sie sich in einer Aus- oder Weiterbildung.

Misereor möchte mit der Fastenaktion 2026 nicht nur auf solche globalen Zusammenhänge aufmerksam machen, sondern auch Menschen in Deutschland inspirieren, sich zu engagieren – durch Spenden, durch persönliches Engagement und durch solidarisches Handeln. Zahlreiche Menschen in Pfarreien, Schulen, Verbänden und Eine-Welt-Gruppen sammeln während der Fastenzeit Spenden für Misereor, das in 83 Ländern mehr als 3.000 Projekte von Partnerorganisationen in der Entwicklungszusammenarbeit fördert. Über vielfältige Aktionen wie Solibrot, Solilauf, Fastenessen oder Coffee Stop unterstützen die Ehrenamtlichen die Arbeit des Hilfswerks. Bundesweit informieren auch von Misereor eingeladene Gäste aus Kamerun über die Situation in ihrem Land. Mit der Kinderfastenaktion wird die Thematik auch für Menschen zwischen fünf und zwölf Jahren altersgemäß aufbereitet. Am 5. Fastensonntag, 22. März, werden dann in allen katholischen Kirchengemeinden Deutschlands Spenden für die Arbeit von Misereor gesammelt.

Bischöfliches Hilfswerk Misereor

Als Werk für Entwicklungszusammenarbeit der katholischen Kirche kämpft Misereor für Gerechtigkeit und Bildung, gegen Hunger, Krankheit, Ausgrenzung und Menschenrechtsverletzungen sowie deren Ursachen. Misereor mit Sitz in Aachen wurde 1958 von den deutschen katholischen Bischöfen auf Vorschlag des damaligen Kölner Kardinals Josef Frings als Aktion gegen Hunger und Krankheit in der Welt gegründet, um „den Mächtigen der Erde, den Reichen und Regierenden vom Evangelium her ins Gewissen zu reden“. Der Name bezieht sich auf das im Markus-Evangelium überlieferte Jesuswort „Misereor super turbam / Ich erbarme mich des Volkes“. Erste Anregungen für eine regelmäßige Kollekte für Entwicklungsprojekte kamen zuvor von katholischen Laienorganisationen und dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK).

Ziel der mit Partnern in Afrika, Asien, Ozeanien und Lateinamerika geleisteten Arbeit ist die Hilfe zur Selbsthilfe, für Gerechtigkeit und Bildung, gegen Hunger, Krankheit, Ausgrenzung und Menschenrechtsverletzungen sowie deren Ursachen. Gemeinsam mit einheimischen Partnern unterstützt das Hilfswerk Menschen unabhängig von ihrem Glauben, ihrer Kultur und ihrer Hautfarbe. Seit seiner Gründung wurden so laut eigenen Angaben über 118.000 Projekte mit weit mehr als 7 Milliarden Euro unterstützt, jedes Jahr steht ein anderes Thema und ein anders Land im Fokus der Fastenaktion. Derzeit arbeitet Misereor mit 1.900 Partnerorganisationen in 3.000 laufenden Projekten in gut 90 Ländern zusammen. Jeweils am fünften Sonntag der Fastenzeit – in diesem Jahr am 6. April – gehen alle Kollekten der katholischen Gottesdienste in Deutschland an Misereor. In den Wochen zuvor stellt das Hilfswerk jeweils ein Projekt beispielhaft in den Vordergrund, um den Menschen in Deutschland die Lebenswelt von Menschen nahebringen, die unter Armut und Ungerechtigkeit leiden, und zugleich Hoffnungs- und Entwicklungsperspektiven aufzuzeigen. MISEREOR ist Mitglied im Bündnis Entwicklung Hilft: www.entwicklung-hilft.de .

MISEREOR-Spendenkonto: Spendenkonto 10 10 10, Pax Bank Aachen, BLZ 370 601 93, IBAN DE75 3706 0193 0000 1010 10, BIC GENODED1PAX. MISEREOR im Netz: www.misereor.de , MISEREOR-Blog: https://blog.misereor.de/ , Twitter: www.twitter.com/misereor , Facebook: www.facebook.com/misereor , Instagram: www.instagram.com/misereor . Mehr: www.entwicklung-hilft.de . Kontakt: Bischöfliches Hilfswerk MISEREOR e. V., Mozartstraße 9, 52064 Aachen. Tel. 0241 / 442-0, Fax: 0241 / 442-188, E-Mail: info(at)misereor.de, Internet: www.misereor.de .

Unsere Gesprächspartnerin: Hannah Braucks, Bildung & Pastoralarbeit / Fastenaktion & Hungertuch, Tel. 0241 442 181, E-Mail: hannah.braucks@misereor.de