Pressemitteilung

Olympia: Seelsorge an der Piste

  • 08.02.2026

INFO: Die katholische Erzdiözese Mailand begleitet die vom 6. bis 22. Februar 2026 in Mailand und Cortina d’Ampezzo laufenden Olympischen Winterspiele und die Paralympische Winterspiele vom 6. bis 15. März 2026 mit der Initiative „For Each Other“. Das Programm dauert bis Mitte März und soll für Athleten, Delegationen sowie Besucher abseits der Wettbewerbe Räume für Stille, Gebet und Begegnung schaffen. Zum Auftakt der Initiative wurde bei einem Gottesdienst das 2013 von Papst Franziskus gesegnete „Kreuz der Sportler“ an die Erzdiözese übergeben, das seither in den Diözesen der jeweiligen olympischen Gastgeberstädte präsent ist. Den Eröffnungsgottesdienst leitete der Mailänder Erzbischof Mario Delpini in der Basilika San Babila im Stadtzentrum der norditalienischen Metropole. Die Kirche aus dem 11. Jahrhundert dient während der Winterspiele als „Kirche der Athleten“. Geplant sind regelmäßig stattfindende Gottesdienste in mehreren Sprachen für internationale Gäste. Darüber hinaus sind in mehreren Pfarreien Veranstaltungen geplant, die sich an olympischen Werten wie Freundschaft und Respekt orientieren. Vorgesehen sind etwa Ausstellungen, Gespräche mit Sportlern sowie Bildungsangebote für Jugendliche. Ehrenamtliche begleiten Besucher außerdem auf thematischen Rundgängen zu bedeutenden Kirchen im historischen Zentrum Mailands. Mitgetragen wird das Projekt von der vatikanischen Bildungs- und Kulturbehörde. Präfekt Kardinal José Tolentino de Mendonça betonte die Rolle der Kirche bei der Förderung eines fairen und verantwortlichen Sports. Die Kirche wolle den Wert des Wettbewerbs nicht in Frage stellen, aber dazu beitragen, dass er nicht von Individualismus geprägt sei, sondern auf das Gemeinwohl hin ausgerichtet. (KNA)

Sportseelsorge: Die deutsche Olympiamannschaft wird seit mehr als 50 Jahren bei Sommer- und Winterspielen von einem ökumenischen Seelsorgeteam begleitet. Die Seelsorger bieten den Athleten, Trainern und Betreuern Gesprächsmöglichkeiten und Gottesdienstbesuche an. Auch bei den Paralympischen Spielen stellen die beiden großen Kirchen ein Seelsorgeteam, das den Sportlern mit Behinderung zur Seite steht. Bei den Universiaden, den Weltsportspielen der Studenten, reisen meist ebenfalls Seelsorger mit. Angebote der der Olympiaseelsorge richten sich an Sportlerinnen und Sportler, ihre Angehörigen und auch an mitgereiste Fans. Erstmals betreuten Olympiapfarrer bei den Winterspielen 1972 in Sapporo/Japan die deutschen Athleten.

Seit 2018 betreut auf katholischer Seite die Seelsorgerin Elisabeth Keilmann aus Bochum die Sportler. Sie ist Sport- und Olympiaseelsorgerin der Deutschen Bischofskonferenz und zugleich Geistliche Beirätin des katholischen DJK-Sportverbands, in dem rund 500.000 Mitglieder in mehr als 1.100 DJK-Vereinen sportlich aktiv sind. Als Mitglied des Präsidiums vertritt sie die DJK im Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK). Elisabeth Keilmann, seit 1997 Pastoralreferentin im Bistum Essen und als Vertreterin des Bistums Essen im Arbeitsbereich „Kirche und Sport“ der Deutschen Bischofskonferenz tätig, ist seit 1997 als Vertreterin des Bistums Essen im Arbeitsbereich „Kirche und Sport“ der Deutschen Bischofskonferenz aktiv. Seit 2006 ist auf evangelischer Seite Pfarrer Thomas Weber aus Gevelsberg im Olympiaeinsatz.
Kontakt: Elisabeth Keilmann, Geistliche Bundesbeirätin im DJK-Sportverband, DJK-Sportverband e.V., Zum Stadtbad 31, 40764 Langenfeld, Tel. 02173 / 33668-12, E-Mail: keilmann@djk.de. DJK-Sportverband e.V., Zum Stadtbad 31, 40764 Langenfeld/Rheinland, Tel. 02173/33668-0, Fax 02173 / 33668-68, Email: info@djk.de, Internet: www.djk.de

Deutsche Jugendkraft (DJK): „Sport um der Menschen willen“ ist das Leitbild des katholischen DJK-Sportverbandes, in dem rund 500.000 Mitglieder in mehr als 1.100 DJK-Vereinen sportlich aktiv sind. Im Jahre 1920 in Würzburg gegründet, unterstützt die DJK qualifizierte Sportangebote, fördert Gemeinschaft und orientiert sich an der christlichen Botschaft. In der DJK treffen Menschen von unterschiedlicher Herkunft und Kultur zusammen und erleben gemeinsam Werte im Sport. Der Verband knüpfte an die turnerische Tradition katholischer Jungmännervereine und Gesellenvereine (heute Kolpingfamilien) an und wurde auch durch die Jugendarbeit englischer Kirchengemeinden angeregt, aus der so namhafte Premier-League-Klubs wie der FC Liverpool, der FC Everton, Tottenham Hotspurs oder Manchester City hervorgingen. In der Bundesliga geht etwa auch Borussia Dortmund auf eine kirchlich geprägte Gründungstradition zurück. Mehr: https://www.djk.de .

Olympia: Seelsorge an der Piste
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