INFO: In den Jahren 2015/2016 wurde die katholische Pfarrkirche St. Josef Rheydt nach den Plänen des Mönchengladbacher Architekten Dr. Burkhard Schrammen zum Trostraum St. Josef Grabeskirche umgestaltet.
Seit über 100 Jahren prägt die Josefkirche die Silhouette von Rheydt rund um die Keplerstrasse. Nach vielen Jahren als lebendige Gemeindekirche wurde sie nach der Fusion mit den Gemeinden St. Marien und St. Franziskus zum Trostraum St. Josef Grabeskirche umgebaut. Seit dem Fest Christi Himmelfahrt 2016 wird sie als Friedhof und Begräbniskirche genutzt. Hier werden die Urnen mit der Asche der Verstorbenen in Grabkammern beigesetzt. Trauergottesdienste und Trauerfeiern werden in der kirchlichen Atmosphäre des Trostraumes gefeiert. Der Trostraum ist ein Ort des Gedenkens und auch des Gebets für die Verstorbenen und ein Ort des Lebens und der Hoffnung. Hier wird der Glaube an das Reich Gottes und die Auferstehung erfahrbar durch die Gestaltung des Raumes, die Verkündigung des Wortes Gottes und das Erleben von Begegnung.
Im Trostraum finden auch regelmäßig Gottesdienste und Andachten mit der Gemeinde statt. Die Verstorbenen gehören so erkennbar zur Gemeinschaft der Lebenden dazu. Der Trostraum St. Josef Grabeskirche steht aber ganz bewusst auch für nicht konfessionelle Verabschiedungen offen. Tagsüber ist die Kirche geöffnet, um den Trauernden freien Zugang für den Besuch der Gräber und das Totengedenken zu gewähren und steht für den Besuch und das Gebet jedem offen. Es finden nicht nur die Begegnung mit den verstorbenen Lieben statt, eine lebendige Trauerpastoral ist mit verschiedenen offenen Gesprächskreisen und Begleitungsangeboten für trauernde Menschen und alle Interessierten gewachsen. Trauernde Menschen werden individuell begleitet und in der schwierigen Situation ihres Lebens unterstützt. Der Austausch mit anderen Trauernden und die gemeinsame Erfahrung schaffen neue Perspektiven. Darüber hinaus finden kulturelle Veranstaltungen und verschiedene Führungen regelmäßig statt.
Was der Architekt selbst über die Kirche sagt:
Über die neu gestaltete, barrierefreie Eingangssituation, werden alle Besucher gleichberechtigt zum Haupteingang geführt. Gleichzeitig lädt die Treppen- und Rampenanlage mit integrierten Sitzinseln die Angehörigen und Besucher zum Verweilen, Begegnen und Austauschen ein. An die Stellen der ehemaligen Bankreihen sind Grabanlagen getreten. Sie wurden als raumbildende Elemente eingesetzt und reagieren auf den bestehenden Kirchenraum sowie das vorhandene Konstruktionsraster des Bauwerks. Somit entsteht ein symbiotisches Verhältnis zwischen den raumbildenden Einbauten und dem Raum selbst. Ergänzt werden die Einbauten durch Grabanlagen entlang der Außenwände. Auf diese Weise entstehen kapellenartige Nischen, die den großen Kirchenraum behutsam gliedern ohne ihn zu zerteilen. Zudem befinden sich Grabanlagen in der Nordkapelle, der Apsis und an den Seiten des Querschiffes.
Ein Sitzbereich dient für Abschieds- und Gedenkgottesdienste sowie zum Verweilen und Innehalten. Der Sitzbereich ist durch ein Podest leicht erhaben und stellt somit einen fließenden Übergang zum Chor dar – Altar- und Gemeinderaum werden zu einer Einheit. Die Gräber sind inspiriert vom leuchtenden und intensiven Farbspiel der Bilder des Malers Chagall. So wird das Erscheinungsbild der Grabanlagen in erster Linie durch farbige Grabplatten aus Glas definiert, die zugleich ein Zitat an die lichtdurchfluteten Kirchenfenster sind. Die farbliche Gestaltung der Grabplatten ist in Rot- und Blautönen gehalten. Als Besonderheit zeigen sich die Grabkammern der Nordkapelle und des ersten sichtbaren Bereichs beim Eintreten in den Kirchenraum. Ihre Grabplatten werden durch Weiß-, Schwarz- und Grüntönen beherrscht. Darin wird die Kooperation mit Borussia Mönchengladbach deutlich, denn diese Grabkammern sind eigens für die Mitglieder und Anhänger des Traditionsvereins vorgesehen. Quelle: Dr. Schrammen Architekten Mönchengladbach, Homepage Referenzobjekte)s.
Text entnommen aus: www.trostraum.de
Kontakt: TROSTRAUM ST.JOSEF Grabeskirche – Keplerstraße 75 – 41236 Mönchengladbach – Tel.: 02166-41172 Fax: 02166-46448 – Email: info@trostraum.de – Internet: www.trostraum.de
--
Dies ist ein Beitrag der katholischen Redaktion KiP-NRW für das Kirchenmagazin "Himmel & Erde" im NRW-Lokalfunk. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Redaktionsleiter Stefan Klinkhammer | Redaktion KiP-NRW | 0221 - 96 90 03 30 | Mail: klinkhammer@kip-nrw.de- Trauer ersehnt Trost
